Worte können NICHT weh tun

"Worte können weh tun" - Ich sehe das anders. Jemand sagt zu dir: "Du bist ein Idiot!", jetzt gibt es genau zwei Möglichkeiten:

 

1. Die Person hat mit dieser Behauptung recht und du kannst es in diesem Fall, als Chance sehen, um an deinem Verhalten zu arbeiten.

 

2. Die Person hat unrecht und somit ist es ja egal, was die Person sagt.

 

 

Zur Vorgeschichte meiner Gedankengänge:

 

In meiner Zeit als Nachmittagsbetreuer in einer Volkschule gab es eine interessante Situation:

 

Kind: "Er hat gesagt, dass ich dumm bin". 

 

Ich: "Bist du dumm?" 

 

Kind: "Nein" 

 

Ich: "Dann ist es ja egal was er sagt oder?"

 

Das Kind ging entspannt weiter spielen ...

 

 

Das Einzige, was uns oft wirklich weh tut, ist die Wahrheit. Anstatt dazu zu stehen, sagen wir "Worte können weh tun" und geben die Verantwortung an die Person ab, welche den Vorwurf geäußert hat. Klar, sollte man so gut es geht achtsame Worte wählen um konstruktiv zu kommunizieren und nicht unkontrolliert mit hässlichen Worten um sich zu werfen. Wenn es jedoch doch einmal vorkommt, dass jemand dir gegenüber böse Worte äußert, tun dir nicht die Wörter weh, sondern die Tatsache oder dein Mangel an Selbstwertgefühl. Jetzt entsteht eine unfassbar schöne Freiheit, denn mit dieser Einstellung ist deine Gefühlswelt nicht mehr davon abhängig, was andere Menschen zu dir sagen. Solange du in der Opferrolle denkst "Worte tun weh", gibst du anderen Menschen die Fernbedienung für deine Gefühlswelt in die Hand.